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Heimatabend:


28. Jan. 2011:
1. Heimatabend

08. Apr. 2011:
2. Heimatabend

23. Sep. 2010:
3. Heimatabend

18. Nov. 2011:
4. Heimatabend


Museum
:

Unser Heimatmuseum in der Remser Straße 12 wird an folgenden Terminen jeweils zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr geöffnet sein:

26. Feb. 2011
04. Jun. 2011
22. Okt. 2011
03. Dez. 2011


Mundart Stammtisch


Lernen Sie bei uns die Geschichte und Tradition der Gemeinde Oeffingen kennen
 

3. Oeffinger Mundart-Stammtisch

Am vergangenen Donnerstag, 24.2.2011, fand im Gasthaus "Kreuz" der 3. Oeffinger Mundartstammtisch des Vereins "Schwäbische Mund.art" statt. Heimatverein-Mitglied Heiner Weier, der auch Mitglied des ausrichtenden Vereins ist und die Oeffinger Mundartstammtische organisiert, verpflichtete mit Helmut Pfitzer einen ausgewiesenen Kenner des Schwäbischen Dialekts und derer, die ihn (noch) sprechen. Hintergrund der noch jungen Veranstaltungsreihe ist u.a. ein Forum für die Pflege und damit den Erhalt unseres Dialekts, also quasi unserer Identität zu schaffen. Heiner konnte im Nebenzimmer des Lokals etwa 50 Gäste begrüßen, darunter auch etliche, die von auswärts nach Oeffingen kamen. Helmut Pfitzer sorgte mit seinem feinsinnigen und humorvollen Vortrag über schwäbische Weisheiten, sowie die Widersprüche im Schwaben und die Unterschiede im Denken der "Schtuagerter" (Stadtleit') und den Anderen (Landleit') für beste Unterhaltung und angeregte Diskussionen. Und genau dies soll bezweckt werden. Insgesamt ein äußerst kurzweiliger Abend für alle Anwesenden. Auf den in der Fellbacher Zeitung (Ausgabe vom Samstag, 26.2.2011) über die Veranstaltung erschienenen Bericht weisen wir hin. Wir danken Heiner Weier für die gute Organisation des Abends sowie unserem Referenten Helmut Pfitzer für sein Engagement und freuen uns bereits auf den 4. Oeffinger Mundartstammtisch, der vmtl. in der zweiten Jahreshälfte stattfinden wird. Wir informieren rechtzeitig darüber.er Verein "Schwäbische Mund.art e.V." veranstaltet in Oeffingen wieder einmal einen Mundartstammtisch.

2. Oeffinger Mundartstammtisch "Schwäbisch pur


Unser Mitglied Heiner Weier, der den 2. Oeffinger Mundartstammtisch, der bereits am Mittwoch, 27.10.2010 im Oeffinger Gasthaus "Kreuz" stattfand, organisierte, berichtet wie folgt: Die beiden Mundartautorinnen Margret Mauthe aus Kappishäusern bei Neuffen und Doris Oswald aus Metzingen waren ein Volltreffer. Kein Wunder, sind doch beide schon mit Preisen dekoriert und feste Größen in der Mundartszene. Doris Oswald erhielt einen Preis beim "Sebastian-Blau-Wettbewerb" und Margret Mauthe wurde mit dem "Heimatpreis des Landes Baden-Württemberg" geehrt. Sigrid Früh, Ehrenvorsitzende des Vereins "Schwäbische Mund.art e.V.", in dessen Namen die Mundartstammtische stattfinden, sowie dessen Schriftführerin Inge Utes-Sulan, waren als Gäste gekommen. HeinerWeier begrüßte die Anwesenden und stimmte sie ein mit seinen Ausführungen über "Henna, wo em Stall send ond saget: So, mir send jetzt henna, weil se denna send. Der Gockeler, wo no dussa isch sagt: I ben hussa. Wenn der Gockel au denn wär, dät er saga: Jetzt send m´r älle henna, obwohl er a Gockel ond bloß denna isch. Weil, wenn er et denna wär, wär er ja dussa, u.s.w.. Also, des mit dene Henna hat der Gockel fei hussa. Sia verstandet´s?

Dann eröffnete Doris Oswald mit einem Feuerwerk von Anekdoten und schwäbischen Witzen den Abend. Bis sie dann aus ihrem Buch "Wonder kriagt ma g´schenkt" ihr Gedicht, "Mei größte Fraid isch mei Balkon" vortrug, womit sie bewies, dass sie auch besinnliche Töne anschlagen kann. Weiter ging es dann mit herzhaftem Humor, z.B. mit einem Gedicht über zwei Kraniche, die an einem Baggersee mit FKK-Strand die Menschen beobachteten und glaubten, diese seien wahrscheinlich in der Mauser. Oder, dass Bienenhonig die Leistungskraft der Männer steigere, wobei eine Ehefrau feststellte, dass ihr Mann nach dem Verzehr von sechs Gläsern Honig zwar schon summen, aber noch nicht stechen kann.

So ging es ungebremst weiter, bis sie nach einem netten nachdenklichen Gedicht über einen Gerstenhalm und eine Ackerwinde an Margret Mauthe übergab. Obwohl Margret Mauthe auch schon mehrere Gedichtbände veröffentlicht hat, glänzte sie mit dem Vortrag mehrerer Anekdoten und Kurzgeschichten mit Tiefsinn und dem ihr eigenen Humor. So erzählte sie von einem toten Fuchs mit Tollwutverdacht, d´Mamma isch em Krankahaus, a tote Maus auf der Kellertrepp, mit am Motorrad zur Hochzich und andere mehr. Da die zwei Künstlerinnen ohne Gage auftraten, konnten sie in einer Pause ihre Bücher präsentieren und auch ein paar verkaufen. Bunt gemischt ging es dann weiter, Auch die anwesenden Gäste diskutierten eifrig mit, z.B. über den Dialektunterschied der Metzinger Gegend und der unseren. Und über Worte und Ausdrücke von früher, wie sie heute nicht mehr gebräuchlich sind. Zum Abschluss noch ein Gedicht von Heiner Weier über "Sacha gibt´s, dia gibt´s gar et". Wobei er anregte, dass solche Laiengedichte von jedermann oder -frau beim Stammtisch vorgebracht werden können, wobei sie schwäbisch sein und aus der eigenen Feder stammen sollten.

Zum Ende waren alle Anwesenden der Meinung, dass es ein gelungener Abend war, der unbedingt nach einer Fortsetzung verlangt. Dem wird auch entsprochen. Heiner Weier will versuchen, für den nächsten Termin, der voraussichtlich im Februar 2011 sein wird, wieder einen kompetenten Gast zu gewinnen. Der Heimatverein bedankt sich ganz herzlich bei Heiner Weier für die Organisation und Durchführung des 2. Oeffinger Mundartstammtisches.